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Betreuungsqualität am Lebensende aus Sicht der Hausärzte und -ärztinnen sowie Angehörigen

 

Die Betreuung von Menschen am Lebensende (Palliative Care) ist für alle Beteiligten eine grosse Herausforderung. Das Projekt beleuchtet die Betreuung aus der Perspektive von Hausärzten und -ärztinnen sowie Angehöriger verstorbener Patienten. Das Ziel der Studie besteht darin, die Versorgungsqualität am Lebensende zu verbessern.

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Die Mehrheit der Bevölkerung stirbt nach längerer Krankheit nicht nur an Tumorleiden, sondern auch an Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen sowie chronischen Erkrankungen des Nervensystems. Oftmals kommt dem Hausarzt oder der Hausärztin in der Betreuung von Menschen am Lebensende eine zentrale Funktion zu, da er oder sie die Patienten und deren Umfeld seit Jahren kennt. Von den Ärztinnen und Ärzten wird eine hohe Kompetenz im Bereich der Palliative Care erwartet. Diese geht weit über die Behandlung von Krankheitssymptomen am Lebensende hinaus. Es gehört zu ihren Aufgaben, in diesen Situationen angemessen zu kommunizieren, dem Patienten und seiner Familie die nötige emotionale Unterstützung zu gewährleisten, bei der Entscheidungsfindung behilflich zu sein und die verschiedenen involvierten Gesundheitsdienste zu koordinieren.

Ziel

Vorgesehen ist eine Erhebung auf der Basis von Interviews und Fragebogen bei Hausärzten und -ärztinnen sowie Angehörigen verstorbener Patienten in allen drei Sprachregionen der Schweiz. Hierbei soll vor allem die Qualität der Gesundheitsversorgung von Menschen am Lebensende erfasst werden. Ein besonderes Augenmerk gilt der Aus- und Weiterbildung von zukünftigen Hausärzten und -ärztinnen und der Qualität der bisherigen Versorgungsstrukturen. Die Ergebnisse der Studie sollen dazu beitragen, konkrete Verbesserungsvorschläge für die palliativmedizinische Betreuung von Menschen am Lebensende zu formulieren.

Bedeutung

Mit diesem Projekt sollen Lücken in der Betreuung und vor allem der hausärztlichen Versorgung von Menschen am Lebensende erkannt und Verbesserungsvorschläge formuliert werden. Die Studie soll einen Beitrag zur Verbesserung der Palliative Care in der Schweiz leisten.

Originaltitel

Conditions and Quality of end-of-life care in Switzerland - the role of GPs

Projektleitung

  • Dr. Klaus Bally, Institut für Hausarztmedizin, Universität Basel
  • Prof. Dr. Bernice Simone Elger, Institut für Bio- und Medizinethik Basel (IBMB), Universität Basel
  • Dr. Heike Gudat, Hospiz im Park, Klinik für Palliative Care, Arlesheim
  • Dr. Dagmar Haller-Hester, Unité de Médecine de Premier Recours, Faculté de Médecine, Université de Genève
  • Prof. Dr. Brigitte Liebig, Institut für Kooperationsforschung und -entwicklung, Hochschule für Angewandte Psychologie FHNW
  • Prof. Dr. Thomas Rosemann, Institut für Hausarztmedizin, Universitätsspital Zürich
  • Prof. Dr. Peter Tschudi, Institut für Hausarztmedizin, Universitätsspital Basel
  • Prof. Dr. Elisabeth Zemp, Swiss Tropical and Public Health Institute, Universität Basel

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Dr. Klaus Bally St. Johanns-Parkweg 2 4056 Basel +41 61 321 77 44 klaus.bally@unibas.ch

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