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Kommunikationsfähigkeit bei der Versorgung von Patienten am Lebensende

 

Die Betreuung von Menschen am Lebensende stellt Ärzte und Ärztinnen sowie Pflegende vor Herausforderungen bezüglich ihrer kommunikativen Fähigkeiten. Das Projekt entwickelt deshalb eine Ausbildung mit dem Ziel, die ärztliche und pflegerische Kommunikation in der Betreuung von Menschen am Lebensende zu verbessern.

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Nicht allein die medizinisch-fachlichen Kompetenzen, sondern auch die psychologischen Fähigkeiten des pflegerischen und ärztlichen Fachpersonals im Umgang mit Patientinnen und Patienten bestimmen die Qualität der Kommunikation mit den Patienten. Komplexe Sachverhalte und emotional besetzte Themen wie Sterben und Tod sollten mit den Betroffenen, die sowohl auf der Verstandes- als auch auf der Gefühlsebene äusserst verletzlich sind, auf professionelle Weise besprochen werden.

Ziel

Das Projekt wird eine Ausbildung entwickeln, die sich mit der Kommunikation in der letzten Lebensphase beschäftigt. Grundlage bildet eine Analyse der Ausbildungsanforderungen an das pflegerische und ärztliche Fachpersonal, das sterbende Patienten betreut. In Gruppengesprächen (focus groups) mit Ärzten und Ärztinnen sowie Pflegefachpersonen werden die wichtigsten Fragen bezüglich der letzten Lebensphase, die damit verbundenen psychologischen Herausforderungen sowie die für die Kommunikation am Lebensende unabdingbaren Fähigkeiten erfasst werden; in einer zweiten Phase wird aufgrund dieser Analyse ein spezifisches Kommunikationstraining entwickelt, das dann in einer Pilotphase auf seine Wirksamkeit untersucht wird.

Bedeutung

Die im Rahmen des Projekts zu entwickelnde Ausbildung "Kommunikation am Lebensende" soll pflegerisches und ärztliches Fachpersonal dazu befähigen, einen unbefangenen Umgang mit Patienten zu pflegen, deren Tod absehbar ist. Das Fachpersonal soll durch Selbstreflexion und Ausbildung in der Gesprächsführung und Beziehungsgestaltung lernen, sich auf die Bedürfnisse der Patienten einzustellen.

Originaltitel

Communication skills in end-of-life care

Projektleitung

  • Prof. Friedrich Stiefel, Dienst für Konsiliarpsychiatrie, CHUV, Lausanne
  • Prof. Pascal Singy, Dienst für Konsiliarpsychiatrie, CHUV, Lausanne

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Prof. Friedrich Stiefel Service de Psychiatrie de Liaison, CHUV Rue du Bugnon 44 1011 Lausanne +41 21 314 10 84 frederic.stiefel@chuv.ch

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