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Entscheidungsfaktoren für die Einweisung auf die Intensivstation

 

Oft werden Menschen am Lebensende in Intensivpflegestationen (IPS) eingewiesen. Dieses Projekt untersucht, auf welcher Grundlage Ärzte und Ärztinnen die Entscheidung treffen, einen schwer kranken, stationär betreuten Patienten auf die Intensivstation zu verlegen oder nicht.

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Bei der Intensivmedizin handelt es sich um eine besondere und kostenintensive Gesundheitsleistung. Ein Patient ist bei einem Aufenthalt auf der Intensivstation einer grossen körperlichen und emotionalen Belastung ausgesetzt. Daher sollten die Chancen des Überlebens und die Lebensqualität signifikant erhöht werden. Gleichzeitig muss die Verlegung mit Einwilligung der Patienten vorgenommen werden. Die Betroffenen sind vor allem gebrechliche Patienten fortgeschrittenen Alters und Menschen, die an einer schweren Erkrankung leiden und denen eine schlechte Prognose gestellt wurde. Der Prozess der Entscheidungsfindung muss gerecht sein. Bei der Abwägung der Umstände sollten alle Patienten gleich behandelt werden.

Ziel

Die Studie will erforschen, welche Faktoren den Entscheidungen der Ärzte und Ärztinnen für oder gegen die Verlegung eines Patienten auf die Intensivpflegestation zugrunde liegen. Gespräche mit Internisten und Intensivmedizinern stellen ein Teil der Studie dar. Darüber hinaus erfolgt eine Evaluation von Entscheidungskriterien mittels Fragebogen. Einerseits soll also ermittelt werden, ob IPS-Ärzte und -Ärztinnen das Sterberisiko bei Patienten, die für eine Verlegung auf die IPS vorgesehen sind, in gleicher Weise einschätzen wie Stationsärzte und -ärztinnen. Andererseits soll eruiert werden, aufgrund welcher Faktoren diese Einschätzungen zustande gekommen sind.

Bedeutung

Anhand der Ergebnisse sollen bei der Einweisung von Patienten in die Intensivpflegestation Verbesserungsmöglichkeiten eruiert und Strategien zur Förderung einer gerechten Verteilung dieser Gesundheitsressourcen entwickelt werden.

Originaltitel

Medical and non-medical factors that influence the decision to admit a seriously ill patient to intensive care

Projektleitung

  • Dr. Monica Escher, Schmerzberatung und Palliativpflege, Abteilung Klinische Pharmakologie und Toxikologie Universitätsklinikum Genf (HUG)
  • Prof. Pierre Dayer, Abteilung Klinische Pharmakologie und Toxikologie, HUG
  • Dr. Patricia Hudelson, Hausarztmedizin, HUG
  • Begleit- und Präventionszentrum für Fachleute an den Schulen in Neuchâtel
  • Prof. Mathieu Nendaz, Abteilung Allgemeine Innere Medizin, HUG
  • Prof. Thomas Perneger, Abteilung Klinische Epidemiologie, HUG
  • Prof. Bara Ricou, Abteilung Intensivmedizin, HUG

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Dr. Monica Escher Universitätsklinikum Genf (HUG)
Schmerzberatung und Palliativpflege
Abteilung Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Rue Gabrielle Perret-Gentil 4 1211 Genève 14 +41 22 382 99 32 Monica.Escher@hcuge.ch

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