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Der Sterbewunsch bei Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen

 

Über den Sterbewunsch betagter Menschen ist wenig bekannt. Dieses Projekt untersucht den Sterbewunsch von Bewohnern und Bewohnerinnen von Alters- und Pflegeheimen in drei Regionen der Schweiz. Ein besseres Verständnis dieses Wunsches könnte zu einer besseren Pflege beitragen.

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Der Sterbewunsch hat viele Facetten: Es kann sich um den Wunsch nach einem natürlichen Tod handeln, es kann aber auch ein ausdrücklicher Wunsch nach Beihilfe zum Suizid oder nach aktiver Sterbehilfe sein. Der Wunsch zu sterben ist im Rahmen der Palliativpflege insbesondere bei Menschen mit Krebs im Endstadium untersucht worden. Bis heute weiss man aber nur wenig über die Sterbewünsche von betagten Menschen in Alters- und Pflegeheimen. Dies, obwohl es nicht selten ist, dass betagte Menschen oft einen schlechten Gesundheitszustand haben und Sterbewünsche äussern.

Ziel

Das Projekte untersucht 380 Bewohner von Alters- und Pflegeheimen in drei unterschiedlichen Regionen der Schweiz (in den Kantonen Waadt, Tessin und St. Gallen). In den teilnehmenden Institutionen werden alle neuen Bewohner um ihre Mitwirkung gebeten. Sind die Bewohner zur Teilnahme bereit, erfolgt eine Einschätzung der Ausprägung ihres Sterbewunsches sowie eine Beurteilung ihrer spirituellen Not und ihres psychologischen Zustandes. Mit einem Teil der Studienteilnehmer werden qualitative Interviews durchgeführt. In der Folge werden die Häufigkeit, Schwere und Ursachen des Sterbewunsches bestimmt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beleuchtung der Zusammenhänge zwischen spiritueller Not, Depression und Sterbewunsch.

Bedeutung

Die Ergebnisse der Untersuchung sollen Pflegepersonal sowie Ärzten und Ärztinnen in Alters- und Pflegeheimen einen besseren Blick auf die Ursachen des Sterbewunsches bei betagten Menschen vermitteln. Zudem soll das Projekt – unter grösstmöglicher Wahrung der persönlichen Integrität und Würde des Einzelnen – die Entwicklung konkreter Massnahmen bei der Pflege von Menschen ermöglichen, deren Verzweiflung sich im Wunsch zu sterben ausdrückt.

Originaltitel

Understanding the wish to die in elderly nursing home residents: a mixed method approach

Projektleitung

  • Dr. Stéfanie Monod, Service de la santé publique, Etat de Vaud
  • Prof. Christophe Bula, Service de gériatrie et réadaptation gériatrique du CHUV
  • Prof. Armin von Gunten, Service universitaire de psychiatrie de l'âge avancé
  • Dr. Claudia Mazzocato, Service de soins palliatifs du CHUV
  • Dr. Brenda Spencer, Institut universitaire de médecine sociale et préventive, CHUV
  • Dr. Thomas Münzer, Geriatrische Klinik, Kompetenzzentrum Gesundheit und Alter, St. Gallen
  • Dr. Pierluigi Quadri, Ospedali Regionali di Lugano e Mendrisio, Lugano

Institutionelle Zusammenarbeit

  • Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV), Lausanne
  • Geriatrische Klinik, St. Gallen
  • Ospedali Regionali di Lugano e Mendrisio

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Dr. Stéfanie Monod Abteilung Geriatrie und geriatrische Rehabilitation des CHUV Chemin de Sylvana 10 1014 Lausanne +41 21 314 77 86 stefanie.monod-zorzi@chuv.ch

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