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Wie verarbeiten Jugendliche das Sterben eines Elternteils?

 

Wenn ein Elternteil stirbt, sind die Kinder auf Unterstützung von aussen angewiesen. Anhand biographischer Erzählungen von Menschen, die als Jugendliche einen Elternteil verloren haben, wird untersucht dieses Projekt, wie sie die Integration von institutioneller Hilfe in den Lebenszusammenhang erlebt haben.

Projektbeschrieb (abgeschlossenes Forschungsprojekt)

Das Projekt steht im Zusammenhang der interdisziplinären Bemühungen, die institutionalisierte Begleitung von Sterbeprozessen in palliativ orientierten Einrichtungen wie Sterbehospizen oder Krankenhäusern zu verbessern. Es will sich nicht auf die Sterbenden fokussieren, sondern auf die Angehörigen. Die Erfahrung, nächste Verwandte zu verlieren, bringt Jugendliche in eine Krisensituation, in der sie oft Unterstützungsangebote annehmen. Die Frage ist dann aber, welche Wirkung diese Unterstützungsleistungen in der weiteren Lebensgestaltung der Jugendlichen entfaltet. Diese Fragestellung wurde in der bisherigen Forschung vernachlässigt.

Ziel

Durch die Studie soll eine Forschungslücke geschlossen werden. Dabei werden rund 20 offene Interviews mit Menschen geführt, die im Jugendalter einen Elternteil durch Krankheit verloren haben. Die aufgezeichneten Erzählungen werden mittels einer sprachlichen Feinanalyse ausgewertet.

Bedeutung

Die Problematik rund um die Begleitung der Angehörigen von Sterbenden wird in palliativ orientierten Institutionen und in der Sozialpolitik in den nächsten Jahren an Dringlichkeit gewinnen. Das Projekt erarbeitet hierfür nötiges Grundlagenwissen. Die Erkenntnisse können als Entscheidungsgrundlagen für Institutionen praktisch genutzt werden. Für eine angemessene Unterstützung von Jugendlichen ist es wichtig zu verstehen, welche biographische Bedeutung entsprechende Hilfen für sie haben könnten. Die zu erwartenden Ergebnisse sollen in die Gestaltung solcher Unterstützungsprogramme einfliessen.

Originaltitel

The habitual foundations of adolescents facing the loss of a parent – how is institutional support interiorized?

Projektleitung

  • Prof. Dr. Benno Schimmelmann, Universitätsklinik für Psychiatrie, Bern
  • Dr. Christoph Abderhalden, Universitäre Psychiatrische Dienste Bern, Abteilung Forschung/ Entwicklung Pflege und Pädagogik (verstorben im März 2013)
  • Dr. Caroline Grosser, Bern

 

 

Weitere Informationen zu diesem Inhalt

 Kontakt

Dr. Caroline Grosser +41 31 311 03 93 c.grosser@epost.ch

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