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Fachtagung "Schnittstellen der Intimität: Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und Pflege"

 

An einer Fachtagung werden die Ergebnisse der NFP 67-Studie "Pflegende Angehörige zwischen Arbeitswelt und Sterbebegleitung" diskutiert.

​Die moderne Gesellschaft entstand aus der Trennung zwischen der öffentlichen und der privaten Sphäre. Diese durchlässige, instabile Grenze ist mit der Unterscheidung zwischen Verstand und Gefühl verwandt. Als überlagerte Trennlinien haben sie gemeinsam zur Strukturierung des sozialen Gefüges beigetragen. Ein Paradebeispiel hierfür ist sicher die Arbeitswelt, in der Emotionen möglichst unterdrückt oder nur in Momenten zugelassen werden sollen, in denen der berufliche Rahmen vorübergehend aufgehoben ist.

Ziel dieser Fachtagung ist es, einen Beitrag zu den theoretischen und empirischen Überlegungen zur Rolle der schweren Krankheiten in der Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben, zwischen dem persönlichen und dem institutionellen Umfeld, zu leisten. Die einzelnen Präsentationen befassen sich mit der Frage, wie die Krankheit und ihre verschiedenen Temporalitäten als Auslöser von Unsicherheiten und Spannungen zwischen dem Familien-, Arbeits- und Pflegeumfeld wirken. Die Krankheit betrifft nicht nur die Patienten selber, sondern auch ihre Angehörigen und – darüber hinaus – das gesamte soziale Umfeld. Dadurch entstehen Grauzonen am Arbeitsplatz und im beruflichen Wirkungsfeld allgemein. Die Krankheit weicht somit Gepflogenheiten und Vorstellungen der Intimität, die die Grenzen zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen laufend verschieben, aufheben oder neu definieren.

Beginn

27.05.2016 09:00

Ende

27.05.2016 16:00

Ort

Haute école de travail social et de la santé (EESP) Lausanne

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 Kontakt

Prof. Dr. Marc-Antoine Berthod Hochschule für Soziale Arbeit und Gesundheit Chemin des Abeilles 14 1010 Lausanne +41 21 651 62 43 marc-antoine.berthod@eesp.ch